von Bönninghausen (1785-1864)

Clemens Maria Franz von Bönninghausen hat entscheidend an der Entwicklung der homöo-pathischen Lehre mitgewirkt. Sein exaktes Arbeiten machte es möglich, wichtige Meilensteine in der Entwicklung der „vollkommenen Heilkunst“ – wie Hahnemann die Homöopathie nannte – zu setzen.
Im Jahr 1785 erblickt Clemens von Bönninghausen auf dem Landgut Herinckhave in Holland das Licht der Welt. 1803 begann er sein Studium der Rechts-wissenschaft in Groningen und besuchte auch medi-zinische und naturwissenschaftliche Vorlesungen. 1806 schließt er sein Studium der Jurisprudenz ab, er erlangt den Doktorgrad und eröffnet eine Kanzlei. An König Louis Napoleons Hof in Utrecht und wird er aufgrund seines Allgemeinwissens und seiner Sprachbegabung später königlicher Bibliothekar 1813, also mit 28 Jahren, heiratet er Sofia von Schade, 1814 wird sein erster Sohn Clemens Ludwig geboren. Im selben Jahr zieht von Bönninghausen mit seiner Familie auf sein Erbgut Darub. Er gilt seinerzeit auch als Experte auf den Gebieten der Botanik und der Landwirtschaft. Er setzt sich dafür ein, dass Botanik als Fach an deutschen Universitäten gelehrt wird.
as Asthma seines Sohnes verschlimmert sich immer mehr. Eine Heilung mit Phosphorus erfolgt später durch ihn selbst. Wie nicht anders zu erwarten, stürzt sich von Bönninghausen nach seiner Heilung mit Eifer in die Homöopathie und steht mit Hahnemann in Briefkontakt.
Im Jahre 1833 kommt es zu einem ersten Treffen mit Dr. Samuel Hahnemann anläßlich seiner Promotionsfeier in Köthen. 1827 erkrankt er selbst an Tuberkulose. Sein Freund, Dr. Weihe, einer der ersten homöopathischen Ärzte in Rheinland und Westphalen heilt ihn mit Pulsatilla.
In den Jahren 1831 bis 1833 veröffentlicht von Bönninghausen 7 Werke zur klassischen Homöopathie. An einem Ileus erkrankt, beschließt er an der 30. Verdünnung von Thuja zu riechen und ist innerhalb von 10 Minuten geheilt.
König Friedrich Wilhelm IV. erteilt ihm 1843 die Erlaubnis, als Nichtarzt zu praktizieren, und so wird er schnell über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Besonders bekannt wurde er durch die Behandlung der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, aber auch Kaiserin Eugenie von Frankreich profitierte von seinem Wissen. Er bevorzugte die 200. Potenz.
Er starb am 26. Januar 1864 im Alter von 79 Jahren.